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Swordfish

€2.500

Ocker auf Pfahl
11,5 x 215 cm
2011

Verfügbar

Art.-Nr.: 10129 Kategorien: ,

Produktbeschreibung

Die Lorrkon oder Pfahl Knochensarg Zeremonie war das letzte in einer Reihe von Bestattungsritualen, die von den Menschen des Arnhem Landes zelebriert wurden. Bei dieser Zeremonie werden die Knochen des Verstorbenen in einen hohlen Baumstamm gelegt, der mit aufgemalten Klan Mustern dekoriert war und zeremoniell in den Boden gelegt wurde, wo er blieb, bis er im Laufe vieler Jahre zerfiel.

Der Baumstamm wird aus einem von Termiten ausgehöhlten Stamm der Queensland Schmuckzypresse (Eucalyptus tetradonta) hergestellt und mit totemistischen Emblemen dekoriert.

Die im westlichen Arnhem Land praktizierte Version der Lorrkon Zeremonie beinhaltet das Singen heiliger Lieder zur Begleitung von Karlikarli, einem Paar heiliger Bumerangs, die als Rhythmusinstrumente verwendet werden. Während des letzten Abends der Zeremonie dekorieren sich die Tänzer ganz mit Kapok, oder heutzutage mit Baumwolle, und führen einen großen Teil der letzten Abschnitte der Zeremonie in der Verborgenheit eines nur Männern zugänglichen Camps durch.

Die gesamte Zeremonie kann sich über einen Zeitraum von zwei Wochen erstrecken, aber am letzten Abend werden die Knochen des Verstorbenen, die in einem Rindenbehälter oder heutzutage in Tuch gewickelt in einem Koffer aufbewahrt werden, herausgenommen und mit rotem Ocker bemalt, dann in den ausgehöhlten Stamm gelegt. Diese Zeremonie kann viele Jahre nach dem Tod der Person stattfinden. Beim ersten Licht des letzten Morgens der Lorrkon Zeremonie erscheinen die Männer.

Sie kommen aus ihrem geheimen Buschcamp und tragen den Pfahl in Richtung Frauencamp. Die beiden Gruppen rufen einander unter Verwendung bestimmter Zeremonielaute zu. Die Frauen haben ein Loch für den Pfahl vorbereitet, in das er eingeführt wird und wenn er aufrecht steht, so tanzen diejenigen Frauen, die mit dem Verstorbenen ein verwandtschaftliches Verhältnis hatten, mit springenden und schleppenden Bewegungen um den Pfahl herum. Der Lorrkon wird dann oft mit einer Plane bedeckt und dem langsamen Zerfall überlassen.

Über den Künstler:

Gerald Roy lebt im Osten von Central Arnhem Land. Seine Sprache ist Burarra (Maringa).